Die pfadfinderische Pädagogik geht davon aus, dass es wesentlich zum Menschen gehört, sich zu entscheiden. Deshalb werden den Mädchen immer wieder Entscheidungen reflektiert.
Die Mädchen erhalten einen möglichst weiten Handlungsspielraum, um durch eigenes Tun und Erleben vielfältige Erfahrungen machen zu können. Sie sollen Vertrauen in ihr eigenes Erleben gewinnen damit ihr Selbstvertrauen größer wird und sie lernen eigenständig Schlussfolgerungen zu ziehen.
Die Einzelne in der Gruppe bestimmt, wann und was sie lernen will. Dabei soll sie das Neugelernte als sinnvoll und brauchbar erfahren und ihre Fortschritte mit ihrem eigenen Maßstab messen, nicht durch den Vergleich zu anderen. Lernen soll Spaß machen!
Innerhalb einer Gruppe gibt es jeweils mehrere Kleingruppen, die Mädchen verschiedener Jahrgänge umfassen. In solchen Kleingruppen wird es möglich Zusammenarbeit einzuüben. Jedes Mädchen kann zur Geltung kommen und hat genügend Raum sich einzubringen.
Die Gruppe ist der Ort der Entwicklung schöpferischer Fähigkeiten, da alle Sinne angesprochen werden. Es werden immer "offene" Situationen angeboten, die zum Gestalten und Improvisieren herausfordern.
Gruppenleben darf sich nicht losgelöst von den konkreten Situationen der Mädchen abspielen. Ziel ist es, dass die Mädchen sich als Handelnde erfahren und dass sie Umwelt und Situationen als veränderbar erkennen.